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Berchtesgaden

Das Gebiet des Berchtesgadener Tals wurde erstmal 1102 in einer Urkunde erwähnt und wurde einige Jahr später von Augustiner-Chorherren besiedelt. Von großem Interesse für die Besiedelung war natürlich das Salz welches heute immer noch abgebaut wird.

In seiner wechselvollen Geschichte bis zu den Napoleonischen Kriegen war es zwar eine reichsunmittelbare Fürstprobstei, die einzige ihrer Art, und sogar mit einem Sitz auf der Fürstenbank des Reichstags zu Regensburg bedacht. Aber immer wurde Berchtesgaden von den großgen Nachbarn, Salzburg und Bayern beeinflusst. Dem Salzburger Erzbischof Wolf Dietrich, der die Zeit des Barock in Salzburg einlätete, wurden seine Begehrlichkeiten gegenüber dem Berchtesgadener Salz 1611 zum Verhängnis und er verbrachte sein Lebensende im Kerker auf Hohensalzburg.

Der Watzmann von unserem Balkon aus gesehen

Mit der Neugestaltung Europas unter Napoleon verlor nicht nur Salzburg sondern auch Berchtesgaden seine Unabhägigkeit. Schon lange hatte das Haus Wittelsbach starken Einfluss auf die Geschicke Berchtesgadens und so kam es nach einigem Hin und Her zu Bayern, anders als Salzburg das an das aufstrebende Österreich ging.

In den nächsten Jahrzehnten wurde Berchtesgaden vom Tourismus entdeckt, vorallem im 1871 gegründeten Kaiserreich war es bei Küstlern aller Art ein beliebtes Reiseziel. Unter dem Schriftstellern ist Ludwig Ganghofer sicher der wichtigste den es zu nennen gilt.

Es gab aber auch einen Touristen der noch heute einen viel zu langen Schatten wirft, auch wenn inzwischen die Zeit des Nationalsozialismus weitaus besser verarbeitet wurde als in den Nachkriegsjahren. Die Amerikaner nutzten nach dem Krieg Teile des Obersalzbergs als Armed Forces Recreation Center, der Golfplatz aus jener Zeit besteht noch heute. Nach ihrem Abzug aber wurde endlich ein passender Umgang mit der NS-Geschichte gefunden und 1999 das Dokumentationszentrum am Obersalzberg gebaut.

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